Sonntag, 13. September 2009

Entry No. 2 'Schule, Erlösung und Rotary Exchange'


Hola!
Ich bin erlöst und meine Sucht befriedigt, wenn ihr versteht was ich meine... Das nur nebenbei, haha.
Nun lebe ich schon seit gut 4 Wochen hier in Kanada und es fühlt sich an, als wäre es schon immer meine Heimat gewesen. Anderseits ist die Zeit hier aber auch völlig schnell vorbeigezogen. Mir kommt es schon total ungewöhnlich vor auf Deutsch zu schreiben, und könnte ich mich an meine Träume erinnern, wären sie bestimmt auf englisch.
Bis jetzt war ich 10 Tage in der Schule: St. Mary's College.
Zur Schule:
Die Schule hat nach den Angaben meiner Gasteltern 750 Schüler, mir kommt es aber ehrlich gesagt weniger vor (wenn ich es z.B. mit der MGS vergleiche).
High School in Kanada ist von Grade 9-12, Schulzeit ist von 8:30 bis 2:50, allerdings komme ich mit dem Bus schon um 7:55 an, sodass ich zur selben Zeit wie in Deutschland aufstehen muss. Man wählt pro Semester 4 Fächer, die man auch jeden Tag alle hat, in vier Blöcken à 70 Minuten. Von 11:20 - 12:10 is Lunchtime, meiner Meinung ist das eindeutig zu früh, deshalb esse ich meistens nur eine Kleinigkeit in der Cafeteria. In der Cafeteria schließt man auch Freundschaften, denn andere Pausen gibt es nicht, bzw. man muss in ihnen zu seinem Locker laufen um seine Sachen für das nächste Fach zu holen.
Zur Zeit setze ich mich eigentlich immer zu verschiedenen Leuten, so eine 'richtige Clique' habe ich nicht.
Schule ist an sich strenger als in Deutschland, es kommt aber natürlich immer auf den Lehrer an.
Meine Schule ist katholisch (es gibt hier ein Parallelsystem von öffentlichen und katholischen Schulen), was sich vor allem in einer Schuluniform, morgentlichen Gebet, Religionspflicht (als Fach, hier sind die Leute auch nicht religiöser als an anderen Schulen) und manchmal Schulmessen, bei der für das Footballteam gebetet wird, auswirkt. Und es bibt eine Schul-äh-'Priesterin'. Haha wohl nicht so wichtig, sie erfüllt auch andere Aufgaben.
Allerdings wie ein Schüler so schön sagte: "
just because its a catholic school, doesnt mean there all angels"
Fächer dieses Semester sind Phys-Ed (Sport, langweilig, voller Idioten), Empreneurship (Unternehmensgrüdung, Lieblingsfach), Data Management (Mathe, ganz ok, ist Grade 12) und French (guter Lehrer, lustig, Grade 10).
Das Niveau der Schule ist eindeutig unter dem eines deutschen Gymnasiums, nur die Fremde sprache macht Mathe etwas schwierger. Ich bin ausschließlich in academic oder Universaty Kursen, also in den schwierigeren, die man für die Uni braucht.
Gut ist auf jeden Fall die Möglichkeit Kurse nach Interesse und Können zu wählen, jedoch muss man spezielle Credits sammeln um an Ende zu graduieren, sodass man nicht einfach nur Fun-Kurse wählen kann, sondern auch eine gewisse Grundbildung erhält.
Haha so langsam finde ich auch Freunde. Am Anfang war es doch recht komisch einer so neuen Umgebung, in der man niemanden kennt, aber so langsam wird das.
Vielleicht sollte ich auch noch eine typisch kandadische Sache erwähnen: Camps.
Das hört sich kleiner an, als es ist. Camps sind Sommerhäuser an Seen, mal groß, mal klein. Zumindest ist das super cool, ich war schon bei eingen zu Besuch und man kann echt eine Menge machen und sehen, wie Kanu fahren, angeln und schwimmen oder Bären, Bieber usw. sehen. Hört sich total langweilig an, ist es aber - zumindest beim ersten Mal - nicht. Ein deutsches Paar findet es so gut, dass sie jeden Sommer hier sind: seit 28 Jahren!
In so einem Camp könnte ich mir auch gut eine Party vorstellen...Haha.
Parties hier sind meistens so lahm.
Und ausgerechnet eine der größten des Jahres habe ich für meine erste Konferenz verpasst. Es war East/West Football, dabei spielen alle Schule gegeneinander.
Es ist auf jedem Fall eins der größten Events der Stadt (für junge Leue). Wenn Leute unter 19 hier trinken, müssen sie das zwangweise aber sehr heimlich tun.
Doch ich hatte trotzdem viel Spaß auf meiner 'Konferenz' bzw. Inbound-Meeting.
Es war wahrscheinlich mein bestes Wochenende hier in Kanada.
Einfach genial 34 andere Schüler aus fast 20 Ländern zu treffen, die alle irgendwie etwas mit einem gemein haben.
Heute, 18. September habe ich mein erstes Hockey Match gesehen. Es ist auf jeden Fall spannender als Football oder Baseball. Ich werde wohl noch einige Spiele jetzt im Winter sehen. Diesmal waren wir übrigens in einer Loge, war recht cool. Haha.
Morgen ist dann mein zweites Football Match angesagt! Ich freu mich schon, ich werde mich noch mit zwei ATS aus meiner Stadt treffen (Lianna, Australien und Laura, Italien).
Viele Grüße nach Deutschland!

Für Fotos: http://picasaweb.google.ca/Lukas.Zielinski.online

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