Sonntag, 15. November 2009

239 Tage

In 239 Tagen, am 13. Juli 2010, ist der erste mögliche Tag, an dem ich zurückkehren könnte. Wahrscheinlich wird es ein, zwei oder mehr Tage später sein, aber irgendwann in der Woche wird es sein.
Ich freue mich schon, euch alle wieder zu sehen!

Montag, 2. November 2009

Meine Art, Heimweh zu bekämpfen


Hallo Hallo,
es war Halloween! Gehen wir das Wochenende chronologisch durch.
Freitag war ich in der Schule, das erste Mal in der Woche, bis dahin war ich krank und eigentlich bin ich auch nur gegangen, damit es nicht so komisch wirkt wenn ich am Abend dann ausgehe.
Nach der Schule hab ich dann mit Maxi und Thomas geskypeted (haha nice word!!) - coole Gesichter übrigens! - und dann bin ich eigentlich auch schon los zu Miriam. Wir sind dann zusammen zu einer anderen Freundin gefahren.
Jetzt braucht ihr kurz etwas Hintergrundinfos: Die beiden haben vorher wochenlang eine riesen Sache aus Trinken blablabla gemacht, alles musste umgefüllt und Tage vorher angeliefert werden usw. Ach ja eigentlich wollten wir danach dann zu einem Dance...
Naja da sitzen wir bei ihr im Zimmer und - ohne Witz - bevor sie die Flaschen berührten, kam die Mutter ins Zimmer. Hahahaha ich hab mich innerlich totgelacht.
Gut Freitag war gelaufen. Wir sind also alle wieder nach Hause und naja ich bin kurz eingenickt und habe von Deutschland geträumt.
Es war ein recht merkwürdiger Traum, ich war auf meinem Deutschen Schulweg und ich habe immer wieder die richtig gewechselt: Zur Schule - weg von der Schule - zur Schule... sodass ich nie irgendwo ankam. Merkwürdig, ich weiß.
Naja daraufhin hatte ich vielleicht zum ersten Mal Heimweh ähnliche Gefühle. "Naja, was solls", hab ich gedacht, bin zum Supermarkt und hab Schokolade und ein alkoholfreies (jaja schwul...) Beck's gekauft. Das Wetter war leider auch meiner Stimmung entsprechend: Regen, Regen, Regen plus Wind, Wind, Wind bei kalten, kalten Temperaturen. Ich hab mir das Bier trotzdem auf dem Rückweg gegönnt, dazu eine Zigarette und naja ich fühlte mich fast wie in Deutschland hahaha es hat aber geholfen :) Und den letzten Rest hab ich den Göttern geopfert und für euch ein Gebet gesprochen :D Naja so halb, ich will ja nur das es euch gut geht. Obwohl die Götter wohl etwas entzürnd gewesen sein werden, da es kein Alkohol gab =D
Samstag hab ich endlich mal richtig gefeiert. Ab zum Dance mit 15 Mädchen und keinem anderen Jungen und vorher richtig abschießen - herrlich! Leider kann ich mich auch an nicht mehr allzu viel erinnern. Diese ganzen Unbekannten nerven, die denken mich zu kennen! Haha!
So, in wenigen Stunden gehts zur Austauschschülerkonferenz. Ich liebe diese Wochenenden, es wird sicher gut. Ich werde euch hier natürlich weiter auf dem Laufenden halten.

Viele Grüße, Lukas

Ach ja, Heimweh ist kein Thema mehr hahaha :D War wohl das Bier!

Nachtrag: Ich liebe es auch, wie freizühgig sich die Mädchen hier kleiden. Ihr hättet mal ein paar von denen Kostümen sehen sollen!

Mittwoch, 28. Oktober 2009

I love my Hostfamily & Everybody's sick


Hey!
Ich muss es einfach mal sagen: Ich liebe meine Gastfamilie!
Sie sind einfach genial: sie sind immer bemüht um mich, ich darf nach Hause kommen wann ich will, kann machen was ich will, muss nichtmal mein Zimmer aufgeräumt halten und hab' allgemein kaum Regeln und Pflichten hier.
Natürlich versuch ich trotzdem, ab und zu mal zu helfen und so weiter - sozusagen ein "guter Sohn" zu sein. Man will ja einen guten Einruck hinterlassen.
Trotzdem ist es nett, am Wochenende auszugehen und zu wissen, das man nicht zu spät sein kann.
Im Moment verbringe ich allerdings 99% meines Tages im Haus, denn ich bin krank. Wie sowieso jeder hier. 20 - 30 % der Schüler sind krank hier, es wird darüber nachgedacht Schulen zu schliessen und bei facebook sieht man nur "sick, sick" als Statusnachricht. Die Schweinegrippe hat hier auch schon einige erwischt und ich werde nichtmal geimpft! Eine gute Sache hat es allerdings. Weil jetzt alle Kranken ihre Tickets verkaufen, habe ich jetzt auch ein Ticket für den Halloween-Dance. Gut, der geht nur bis 1 oder 2 Uhr (bin mir nicht sicher), aber es ist wahrscheinlich immernoch das beste was man machen kann. Deshalb gehe ich auch gleich noch einem anderen einen Tag früher. Allerdings fehlt mir noch immer eine Verkleidung. Ideen erwünscht!!
Zu Toronto schreib ich nichts mehr, außer: I love this City!
Ach ja, ich habe noch 'nen neuen iPod gekauft. 32GB touch für weniger als 200 €, find ich relativ gut =)
Auch wenn die USA zum shoppen nochmal ein gutes Stück günstiger sind als Canada. Hier zahlt man doch etwas mehr, was ich leider in Toronto erfahren musste. Trotzdem habe ich ganz gut zugeschlagen...billiger als in Deutschland ist es immernoch!

Viele Grüße, Lukas

Sonntag, 11. Oktober 2009

Deutsche T-Shirts in Kanada

So, da war ich doch dieses Wochenende in Toronto, es war nämlich kanadisches Thanksgiving. Wir haben das übliche Programm aus Touristen-Atraktionen (CN-Tower; verdammt ist das hoch! und Niagara Fälle), Shopping und Familie durchgezogen. Naja was sehe ich in einem French Connection (FCUK) Store? Ein T-Shirt auf dem es heißt "Französische Verbindung". Nun gut, so spektakulär ist das nicht, aber schon irgendwie kurios.
Das beste T-Shirt hatten sie aber bei Urban Outfitters:
Ein Tee in eher dunklen Farben mit einem Elch-Schädel drauf, alles ein wenig im Jägermeister Stil und darunter, in altdeutscher Schriftart, das Wort "Säufer".
Ich hab bestimmt dreimal hingeguckt, um mich zu vergewissern, aber es steht dort wirklich "Säufer". Ob die Leute, die das T-Shirt kaufen, wissen was auf ihm steht?

Ich muss jetzt erstmal schlafen, später gibts mehr aus Kanada!

Sonntag, 13. September 2009

Entry No. 2 'Schule, Erlösung und Rotary Exchange'


Hola!
Ich bin erlöst und meine Sucht befriedigt, wenn ihr versteht was ich meine... Das nur nebenbei, haha.
Nun lebe ich schon seit gut 4 Wochen hier in Kanada und es fühlt sich an, als wäre es schon immer meine Heimat gewesen. Anderseits ist die Zeit hier aber auch völlig schnell vorbeigezogen. Mir kommt es schon total ungewöhnlich vor auf Deutsch zu schreiben, und könnte ich mich an meine Träume erinnern, wären sie bestimmt auf englisch.
Bis jetzt war ich 10 Tage in der Schule: St. Mary's College.
Zur Schule:
Die Schule hat nach den Angaben meiner Gasteltern 750 Schüler, mir kommt es aber ehrlich gesagt weniger vor (wenn ich es z.B. mit der MGS vergleiche).
High School in Kanada ist von Grade 9-12, Schulzeit ist von 8:30 bis 2:50, allerdings komme ich mit dem Bus schon um 7:55 an, sodass ich zur selben Zeit wie in Deutschland aufstehen muss. Man wählt pro Semester 4 Fächer, die man auch jeden Tag alle hat, in vier Blöcken à 70 Minuten. Von 11:20 - 12:10 is Lunchtime, meiner Meinung ist das eindeutig zu früh, deshalb esse ich meistens nur eine Kleinigkeit in der Cafeteria. In der Cafeteria schließt man auch Freundschaften, denn andere Pausen gibt es nicht, bzw. man muss in ihnen zu seinem Locker laufen um seine Sachen für das nächste Fach zu holen.
Zur Zeit setze ich mich eigentlich immer zu verschiedenen Leuten, so eine 'richtige Clique' habe ich nicht.
Schule ist an sich strenger als in Deutschland, es kommt aber natürlich immer auf den Lehrer an.
Meine Schule ist katholisch (es gibt hier ein Parallelsystem von öffentlichen und katholischen Schulen), was sich vor allem in einer Schuluniform, morgentlichen Gebet, Religionspflicht (als Fach, hier sind die Leute auch nicht religiöser als an anderen Schulen) und manchmal Schulmessen, bei der für das Footballteam gebetet wird, auswirkt. Und es bibt eine Schul-äh-'Priesterin'. Haha wohl nicht so wichtig, sie erfüllt auch andere Aufgaben.
Allerdings wie ein Schüler so schön sagte: "
just because its a catholic school, doesnt mean there all angels"
Fächer dieses Semester sind Phys-Ed (Sport, langweilig, voller Idioten), Empreneurship (Unternehmensgrüdung, Lieblingsfach), Data Management (Mathe, ganz ok, ist Grade 12) und French (guter Lehrer, lustig, Grade 10).
Das Niveau der Schule ist eindeutig unter dem eines deutschen Gymnasiums, nur die Fremde sprache macht Mathe etwas schwierger. Ich bin ausschließlich in academic oder Universaty Kursen, also in den schwierigeren, die man für die Uni braucht.
Gut ist auf jeden Fall die Möglichkeit Kurse nach Interesse und Können zu wählen, jedoch muss man spezielle Credits sammeln um an Ende zu graduieren, sodass man nicht einfach nur Fun-Kurse wählen kann, sondern auch eine gewisse Grundbildung erhält.
Haha so langsam finde ich auch Freunde. Am Anfang war es doch recht komisch einer so neuen Umgebung, in der man niemanden kennt, aber so langsam wird das.
Vielleicht sollte ich auch noch eine typisch kandadische Sache erwähnen: Camps.
Das hört sich kleiner an, als es ist. Camps sind Sommerhäuser an Seen, mal groß, mal klein. Zumindest ist das super cool, ich war schon bei eingen zu Besuch und man kann echt eine Menge machen und sehen, wie Kanu fahren, angeln und schwimmen oder Bären, Bieber usw. sehen. Hört sich total langweilig an, ist es aber - zumindest beim ersten Mal - nicht. Ein deutsches Paar findet es so gut, dass sie jeden Sommer hier sind: seit 28 Jahren!
In so einem Camp könnte ich mir auch gut eine Party vorstellen...Haha.
Parties hier sind meistens so lahm.
Und ausgerechnet eine der größten des Jahres habe ich für meine erste Konferenz verpasst. Es war East/West Football, dabei spielen alle Schule gegeneinander.
Es ist auf jedem Fall eins der größten Events der Stadt (für junge Leue). Wenn Leute unter 19 hier trinken, müssen sie das zwangweise aber sehr heimlich tun.
Doch ich hatte trotzdem viel Spaß auf meiner 'Konferenz' bzw. Inbound-Meeting.
Es war wahrscheinlich mein bestes Wochenende hier in Kanada.
Einfach genial 34 andere Schüler aus fast 20 Ländern zu treffen, die alle irgendwie etwas mit einem gemein haben.
Heute, 18. September habe ich mein erstes Hockey Match gesehen. Es ist auf jeden Fall spannender als Football oder Baseball. Ich werde wohl noch einige Spiele jetzt im Winter sehen. Diesmal waren wir übrigens in einer Loge, war recht cool. Haha.
Morgen ist dann mein zweites Football Match angesagt! Ich freu mich schon, ich werde mich noch mit zwei ATS aus meiner Stadt treffen (Lianna, Australien und Laura, Italien).
Viele Grüße nach Deutschland!

Für Fotos: http://picasaweb.google.ca/Lukas.Zielinski.online

Sonntag, 30. August 2009

Entry No. 1 'Erste Tage' oder/or 'First Days'


Hello folks! / Hallo Leute!
Warum ich bis jetzt alles auf Deutsch und auf Englisch geschrieben habe?
Um ehrlich zu sein: einfach nur deshalb, weil ich noch nicht weiß, ob ich diesen Blog auf Englisch oder Deutsch schreiben soll. Naja ich werde es erstmal auf Deutsch machen und wenn mir später doch mehr nach Englisch ist (damit ich nicht immer umdenken muss), schreib ich ab dann einfach auf Englisch weiter.

Ich bin jetzt seit genau 10 Tagen in Kanada. Genauer in Sault Ste. Marie, ON (75,000).
Doch meine Ankunft verlief nicht planmäßig.
Bis Toronto lief alles bestens, doch dann vertauschte ich als erstes meinen Koffer mit einer anderen Austauschschülerin (ATS) und dann musste ich mit durch Immigration, Customs und Co. hetzen um meinen Anschlussflug zu bekommen. Als ich die Koffer erneut aufgeben wollte, war der tag an dem einen (falschen) Koffer natürlich falsch und ich musste mich dreist vordrängeln um schnell genug an einen neuen zu kommen. Sonst wäre mein Koffer leider in Toronto geblieben.
Als ich gerade zur angegeben Zeit an meinem Gate ankam, war da noch kaum was los. Draußen war allerdings war was los: Tornado, unglaublich viel Regen und ein Gewitter wie ich es noch nie gesehen hab. Alle Flüge wurden natürlich gecanceld. Ungefähr eine Stunde konnte ich zusammen mit Nora warten, dann ging ihr Flug. Ich durfte stattdessen 1/2 Stunde mit Gepäck durch den Flughafen irren um den Group Check-In zu finden, wo ich meinen Flug neu buchen sollte. Nach 3 Stunden anstehen, habe ich meinen neuen Flug bekommen: Abflug 23:55.
Die Zeit erwies sich allerdings als falsch, der Flug wurde immer wieder nach hinten verlegt, bis es um 4 endlich losging. Ich war um 6 endlich im Bett, nach 30 schlaflosen Stunden.

Die nächsten Tage verbrachte ich damit, mich an die Zeit zu gewöhnen, die Stadt zu erkunden usw. Ich wurde auch gut von meiner Gastfamilie beschäftigt. Ich war Golf & Tennis spielen (nein, keine reichen Leute) und ich hab ein paar Sachen mit meinem Gastbruder unternommen, der leider nicht hier sondern in Thunder Bay lebt und zu Schule geht. Dort war ich auch die letzen Tage. 700 km mit dem Auto sind nichts in Kanada und das mit 90 km/h max. Speed auf dem Highway. Tagsüber war ich unterwegs (ich hab noch Nora und Kimy aus Brasilien getroffen) und abends haben wir undendlich viele Filme geguckt. Statt Bier gibt es dazu aber was zu Essen (Auf Partys wird aber getrunken wie in Deutschland). Ich werde definitiv zunehmen! Ich habe schon 'ne Wette mit Nora am laufen.

An der Schule war ich auch schon. St. Mary's College, eine katholische High School mit 750 Schülern (Grade 9-12). Es herrscht Uniformpflicht. Es soll aber laut meinem Gastbruder die beste und 'hübscheste' Schule sein.
Meine Kurse konnte ich wählen, da die Schule aber nicht so groß ist, sind keine so spziellen dabei. Semester 1: Maths, French, Business und Sport.
Semester 2: World Religion, Englisch, Media (natürlich an Macs) und American History.
Ich habe jeweils alle vier Fächer an jeden Tag in Blöcken von etwa 2 Stunden von 8:40 bis 15:00 in wechselnder Reihenfolge. Am Dienstag werde ich dann zum ersten Mal zur Schule gehen und zum Beginn wieder Oh Canada hören. Die Kanadier gehen, wohl zu recht, ganz anders mit ihrer Hymne um und singen sie zu fast jedem Anlass.

Für alle Anhänger von Vorurteilen: Es ist hier wirklich viel (aber lange nicht alles) wie im Film. Die Schulbusse sehen aus wie die aus den Simpsons, man fährt fast nur dicke SUVs oder Trucks (sehr wenig deutsche Autos sind zu sehen), es gibt überall Donot-Läden (Tim Hortons), McDonalds, Tacco Bell oder so, jede Stadt hat mindestens eine Shopping-Mall, die auch wieder von innen und aussen 'typisch' ist und Football und Hockey regieren alles an den Schulen.

Naja, das solls dann auch erstmal für heute gewesen sein.
Wie's mir geht? I'm doing pretty well in Canada!

Lukas or/oder Zwiebel